Blasmusik auf höchstem Niveau bei FLUH2017

Insgesamt 23 Blaskapellen aus Vorarlberg, Deutschland und der Schweiz nahmen am vergangenen Samstag am landesweit ausgeschriebenen Konzertwertungsspiel im Rahmen des Bezirksmusikfestes „Fluh2017 – Verbunden durch Generationen“ teil. Beurteilt wurden sie von einer hochkarätigen Jury, die aus In- und Ausland angereist war.

Ein langer Tag

Für die erste Musikapelle hieß es im Konzertsaal in Langen bei Bregenz bereits um 07:40 Uhr Bühne frei. Unter den strengen Ohren der Jury mussten die musikalischen Frühaufsteher ihr Können beweisen. Landeskapellmeister Helmut Geist und Bezirkskapellmeister Ernst Gratzer zeichneten für einen strengen Zeitplan verantwortlich. Dank der guten Organisation durch den Musikverein Fluh und der tatkräftigen Mithilfe des Musikvereins Langen konnte er reibungslos durchgeführt werden. Für die Organisatoren und die Jury war es jedenfalls ein anstrengender, langer Tag. Der letzte Ton, der letzten Musikkapelle verklang im Saal schließlich abends um 19:00 Uhr.

Jury und Ehrengäste

Vorsitzender der Jury war niemand geringerer als der bekannte österreichische Komponist Otto M. Schwarz. Er komponiert seit 1995 erfolgreich Musik für mehrere Fernsehsender und für sinfonische Blasorchester. Weitere Jurymitglieder waren Toni Scholl, Dozent für Blasorchesterleitung an der Musikhochschule Hannover, Willi Büchel, Operetten-Dirigent aus Liechtenstein und Josef Christ, Orchestermusiker und Leiter der Jungen Bläserphilharmonie Ulm. Den Darbietungen der Musikapellen lauschten der Obmann des Vorarlberger Blasmusikverbandes Wolfram Baldauf, Ehrenlandeskapellmeister Thomas Ludescher, Ehrenlandesstabführer Alois Jäger, Landesstabführer Erik Brugger, Landesjugendreferent Matthias Vallaster, Bezirksobmann Egon Nigsch und Geschäftsführer des Vorarlberger Blasmusikverbandes Werner Loacker.

Punktesieger fährt nach Wien

Angetreten sind alle 23 Kapellen in 4 Kategorien. Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe und Höchststufe. Eine Brassband aus der Schweiz nahm außer Konkurrenz teil, weil eine Brassband anders instrumentiert ist, als unsere heimischen Blaskapellen. Zu erreichen gab es in 10 Kategorien eine theoretische Höchstpunktezahl von 100 Punkten. Die Preisverleihung fand unter Anwesenheit von Landesrat Ing. Erich Schwärzler im Anschluss an das Wertungsspiel im Festzelt auf der Fluh statt. Sieger in der Unterstufe ist mit 89,00 erspielten Punkten ist der Musikverein Alpenklänge Thal unter der Leitung von Kapellmeister Roman Altmann. Kapellmeister Markus Tschohl und seine Musikantinnen und Musikanten vom Musikverein Übersaxen durften sich mit 87,67 Punkten über den Punktesieg in der Mittelstufe freuen. Der Musikverein Großdorf feierte mit seinem Kapellmeister Stefan Meusburger mit 89,50 Punkten den Gesamtsieg in der Obersstufe. Gäste aus der Schweiz, die Feldmusik Baar trat unter Dirigent Roman Caprez in der Höchststufe an und kam auf 83,83 Punkte. Der Musikverein Großdorf wurde somit von der Jury mit dem Gesamtsieg des Tages bedacht. Die Siegerinnen und Sieger aus dem Bregenzerwald dürfen kommenden Herbst mit Nationalrat Norbert Sieber, selbst ein passionierter Blasmusikant zum Bundeserntedankfest nach Wien fahren und dort das Fest musikalisch mitgestalten.

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